Na wenn Du schon so fragst, beides natürlich.Norbert hat geschrieben: 30 Okt 2025, 17:46
Ist Deine Frage, ob ich es sprachlich kann oder ob ich es auf mich nehme, solche Argumente in Russland anzusprechen?
Koalition der Willigen
Re: Koalition der Willigen
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Re: Koalition der Willigen
Sprachlich kein Problem.
Inhaltlich kommt es auf die Gesprächspartner an. Es gibt Personen, wo ich es nicht mache, weil sie mir menschlich zu wichtig sind, um mit ihnen über ein Thema zu streiten, an dem wir mit unserem Streit eh nichts ändern - in beiden Heimatländern. Und es gibt auch das Gegenteil: Es gibt Personen, die sind mir so fern, dass ich ebenso keine Lust habe, denen meine Meinung in aller Tiefe und Vielfalt auszubreiten. Insofern ist der Kreis derjenigen, mit denen ich das bespreche, tatsächlich auf Freunde beschränkt, die irgendwo ähnlich ticken wie ich. Oder jene, die eine andere Meinung haben, aber wirklich am Austausch über verschiedene Ansichten interessiert sind, aber nicht mit dem Ziel der Agitation sondern dem Ziel der Horizonterweiterung.
Re: Koalition der Willigen
Im Großen und Ganzen stimme ich Dir zu. Zufällig getroffene Ukrainerinnen können keine Gesprächspartner für ernsthafte Begriffe aus der Politik sein. Wenn ich die benutzen würde, gefragt oder ungefragt, käme das schon einer Aufklärungstätigkeit, also Agitation, ziemlich nah (zumal ich im Deutschen schon Probleme mit deren Sinnhaftigkeit habe). Und das will ich auf gar keinen Fall. In Kiew gibt es übrigens Gegenden, die nur Eingeweihte kennen. Das sind mal nette Gesprächsthemen...Norbert hat geschrieben: 03 Nov 2025, 11:59Sprachlich kein Problem.
Inhaltlich kommt es auf die Gesprächspartner an. Es gibt Personen, wo ich es nicht mache, weil sie mir menschlich zu wichtig sind, um mit ihnen über ein Thema zu streiten, an dem wir mit unserem Streit eh nichts ändern - in beiden Heimatländern. Und es gibt auch das Gegenteil: Es gibt Personen, die sind mir so fern, dass ich ebenso keine Lust habe, denen meine Meinung in aller Tiefe und Vielfalt auszubreiten. Insofern ist der Kreis derjenigen, mit denen ich das bespreche, tatsächlich auf Freunde beschränkt, die irgendwo ähnlich ticken wie ich. Oder jene, die eine andere Meinung haben, aber wirklich am Austausch über verschiedene Ansichten interessiert sind, aber nicht mit dem Ziel der Agitation sondern dem Ziel der Horizonterweiterung.
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Re: Koalition der Willigen
Da muss man sich wohl vorsichtig ran tasten, wie Sie ticken, in wie weit Sie, oder Family persönlich betroffen sind ...Jenenser hat geschrieben: 04 Nov 2025, 00:22Zufällig getroffene Ukrainerinnen können keine Gesprächspartner für ernsthafte Begriffe aus der Politik sein. Wenn ich die benutzen würde, gefragt oder ungefragt, käme das schon einer Aufklärungstätigkeit, also Agitation, ziemlich nah [...]
Ich glaube normale Menschen kommen immer ingwie zurecht, auch wenn Sie nicht in jedem Punkt übereinstimmen. Eine Polizistin aus Charkow z.B. ..., treibt sich viel im Fitnessstudio rum, bechert aber auch ungesund viel und lässt keine Party aus. Was Russland und Putin betrifft, ticken wir ähnlich. Ihre Freundin, Lehrerin, tickt da ganz anders ... am Tag verkauft sie mir in ihrem kleine UA Laden mein Baltika 9 und abends, zufällig, oder geplant, haben wir viel diskutiert, auch kontrovers ... Leben und Leben lassen, jedem seine Meinung und es funktioniert prima!
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Re: Koalition der Willigen
Friedensangst.
Unwort des Jahres 2025!
Unwort des Jahres 2025!
Je stärker die Nato, desto sicherer der Weltfrieden.
Re: Koalition der Willigen
und ich dachte schon „Friedenshetzer“!
Apropos Friedensangst im Jahr 2025:
Unser Oberbürgermeister (Jahrgang 1975, FDP) weilte doch im Mai mit einer Delegation in der Ukraine. Der MDR interviewte ihn nach seiner Rückkehr. Und wir, die Einwohner der Stadt, konnten es kaum erwarten, was er von dort so berichtet…
Hier mal ein Auszug:
Frage: Also von Kriegsmüdigkeit keine Spur?
OB Nitzsche: Nein. Ganz im Gegenteil. Wir haben erlebt, dass Menschen sagen: Ich muss da hin. Nicht nur junge Männer, auch Lehrer, Unternehmer - ganz normale Menschen, die sich freiwillig in den Dienst stellen. Nach Feierabend steigen sie auf Pick-ups mit Kanonen, um Drohnen abzuwehren. Das ist wie Freiwillige Feuerwehr - nur mit Krieg...
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Re: Koalition der Willigen
Das war jetzt gemein, so ganz ohne Vorwarnung!Jenenser hat geschrieben: 27 Nov 2025, 23:28und ich dachte schon „Friedenshetzer“!
Apropos Friedensangst im Jahr 2025:
Unser Oberbürgermeister (Jahrgang 1975, FDP) weilte doch im Mai mit einer Delegation in der Ukraine. Der MDR interviewte ihn nach seiner Rückkehr. Und wir, die Einwohner der Stadt, konnten es kaum erwarten, was er von dort so berichtet…
Hier mal ein Auszug:
Frage: Also von Kriegsmüdigkeit keine Spur?
OB Nitzsche: Nein. Ganz im Gegenteil. Wir haben erlebt, dass Menschen sagen: Ich muss da hin. Nicht nur junge Männer, auch Lehrer, Unternehmer - ganz normale Menschen, die sich freiwillig in den Dienst stellen. Nach Feierabend steigen sie auf Pick-ups mit Kanonen, um Drohnen abzuwehren. Das ist wie Freiwillige Feuerwehr - nur mit Krieg...
Mir tun die Backen weh vor Lachen, obwohl das es ja wirklich nicht das Thema dafür ist.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
Re: Koalition der Willigen
Ja, erkläre mal bitte. Wo ist der Witz?willi hat geschrieben: 28 Nov 2025, 14:42 Mir tun die Backen weh vor Lachen, obwohl das es ja wirklich nicht das Thema dafür ist.
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Re: Koalition der Willigen
OB Nitzsche: Nein. Ganz im Gegenteil. Wir haben erlebt, dass Menschen sagen: Ich muss da hin. Nicht nur junge Männer, auch Lehrer, Unternehmer - ganz normale Menschen, die sich freiwillig in den Dienst stellen. Nach Feierabend steigen sie auf Pick-ups mit Kanonen, um Drohnen abzuwehren. Das ist wie Freiwillige Feuerwehr - nur mit Krieg...
Mir tun die Backen weh vor Lachen, obwohl das es ja wirklich nicht das Thema dafür ist.
Vielleicht der Vergleich mit der Feuerwehr? Aber stimmt. Ist tatsächlich kein lustiges Thema.Ja, erkläre mal bitte. Wo ist der Witz?
Man kann natürlich darauf verweisen, wieviel junge Männer oder generell "kriegstüchtige" Personen geflohen sind.
Zumindest in und um Kiev, und wahrscheinlich auch in anderen Städten, ist es aber gelebte Praxis, dass viele, die eine Waffe handhaben können, nach der Arbeit Blockschutz leisten. Das ist alles gut dokumentiert. Von daher glaube ich dem OB durchaus, dass er das selbst gesehen hat.