Am Freitag zum Konzert in der Heinrich-Lades-Halle und am Sonnabend bei herrlichem Sonnenschein mit einer Maß am Entlas-Keller.
Aus einen Nachbarthema: „deutschsprachige Kontakte in Sotschi gesucht“ vom 21 Okt 2025:
Die Stadt Erlangen suchte bereits vor über 40 Jahren eine Partnerschaft mit einer Stadt in Thüringen. Doch erst 1987 sollte es soweit sein. Auf den Tischen der Rathäuser standen dann Wimpel der Städte Jena und Erlangen aber auch die der zwei deutschen Staaten. Diese Städtepartnerschaft blühte in der Anfangszeit auf keinen Fall so, wie die oben beschriebene Wladimir - Erlangen.Wladimir30 hat geschrieben: 21 Okt 2025, 20:01 Wladimir hatte eine sehr lang andauernde Städtepartnerschaft mit Erlangen (1986 - 2022), und sie war auf vielen Ebenen sehr aktiv. Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport, regelmäßigen Schüler- und Studentenaustausch - ständig fuhren Gruppen hin und her, und praktisch jedesmal stand ein Besuch im jeweiligen Rathaus auf dem Programm, bei dem der entsprechende OB anwesend war. Über fehlende Kontakte und wohlwollend aktive Unterstützung konnte man sich wahrlich nicht beklagen, sowohl auf der offiziellen Linie als auch im privaten Bereich.
Als die DDR Ende 1989 in innenpolitische Schwierigkeiten geriet, fuhr Erlangens Oberbürgermeister in unsere Stadt und traf sich noch vor den offiziellen Gesprächen im Jenaer Rathaus mit außerparlamentarischen Oppositionellen. Diese mussten übrigens nicht lange bekehrt werden und übernahmen nach dem Zusammenbruch der staatlichen und politischen Ordnung kurze Zeit später als Sozialdemokraten wichtige Posten in unserer Stadt.
Ein Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Erlangen berichtete dann wohl irgendwann auch mal bei uns von einer seit Jahren bestehenden russischen Partnerstadt. Jena sollte da wohl mit einsteigen, so als Dreieck Erlangen – Wladimir – Jena. Vor unserer Stadt stehen an den Zufahrten Säulen mit den Namen aller Partnerstädte. Wladimir ist bis heute nicht aufgelistet. Auch in den Jenaer Medien wurde (wird?) kaum über Ergebnisse der im Jahr 2008 unterzeichneten "Kooperationsverinbarung" berichtet.
Im Biergarten in Erlangen las ich vorgestern auf den Erlanger-Stadtseiten folgende Kurzinformation und erinnerte mich an die o.g. Ausführungen von Wladimir30, die ja in der Vergangenheitsform formuliert wurden:
„Wegen des Angriffskriegs der russischen Armee auf die Ukraine beschränken sich die Kontakte seit dem 24. Februar 2022 auf die Zivilgesellschaft und die Verbindung zum Erlangen-Haus.“
Mehr gibst also zu diesem Projekt nicht mehr zu berichten? Doch weit gefehlt? Der Partnerschaftsbeauftragte, der wohl sehr gut Russisch spricht, lässt auf seinem öffentlich einsehbaren Privataccount alle Hemmungen fallen und so fliegen mir Worte entgegen, wie: „Meister des Todes im Kreml, Fluch und Schande über diese Russen!, russische Schlachtfest in der Ukraine, russische Gewaltphantasien bis Уы, я думаю, что большинство народа за политику Кремля, Putinstan...“ und dann die Gewissheit: „Ja, wir schaffen das auch gemeinsam bis zum Sieg der Ukraine!“
Was ist denn da los? Welche deutsche Städte pflegen eigentlich noch ihre Partnerschaften zu den russischen? Liegen sie nur auf Eis oder wurden sie beendet? Als ich das zweite Mal, nach 1986, im Jahr 2017 Wladimir besuchte, benötigte ich keine politisch-motivierte Städtepartnerschaft. Freunde und Bekannte am Ural mit unterschiedlich Ansichten wollen weiterhin mit mir diskutieren und schätzen ein, dass zwischen unseren Völkern nicht alles verloren ist. Ukrainer treffe ich hier auf Tritt und Schritt. Sie sind mir nicht unangenehm.
Noch etwas zum Nachdenken aus dem Nachbarthema: „deutschsprachige Kontakte in Sotschi gesucht“ vom 22 Okt 2025
Wladimir30 hat geschrieben: 22 Okt 2025, 15:10Alles richtig. Eine kleine Anmerkung oder Korrektur (aus meiner Sicht). Der sprachliche und kulturelle Zugang ist der zweite Schritt. Der erste Schritt dürfte wohl die BEREITSCHAFT, sich auf eine andere Kulutr einzulassen, sein. Hier kommen zwar immer wieder solche Sprüche wie "Na klar, ist ja logisch, da bin ich natürlich offen für!". Aber wenn es denn so weit ist, und man überall auf Schritt und Tritt auf ungewohnte und aus deutscher Sicht oft falsch anmutende Verhaltensweisen der Einheimiwchen stößt, dann ist bei sehr viele dieses vollmundige Bekenntnis schnell überm Haufen.AnGro hat geschrieben: 22 Okt 2025, 12:57 Russland ist was Besonderes; aber dafür braucht man sprachlichen und kulturellen Zugang zu den Einheimischen.


