Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Debatte zu den Konflikten in der Ukraine. Wir bitten insbesondere hier um eine zivilisierte Kommunikation. Aus schlechter Erfahrung beschränken wir jedoch auch bei diesem Thema die Zugriffe auf jene Benutzer, die explizit an der Diskussion teilnehmen möchten, wie bereits im "Politischen Forum".
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Axel Henrich
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Axel Henrich »

Norbert hat geschrieben: 20 Mai 2026, 11:02Das russische Narrativ ist ja, alles wäre viel schlimmer, hätte man im Februar 2022 nicht etwas unternommen.
Der Krieg ist im 5. Jahr und die Frage aller Fragen immer noch nicht beantwortet und das meine ich ernst, also nix Lästerschwester ... ;)

Ich schnattere einfach mal so drauf los ... ;)

Wenn es kein missglücktes Cuba-Szenario war, was dann? Missglückt meint, weil dieses Mal keiner nachgegeben hat ...
Der ehemalige Merkelberater General Vlad hat in seinem aktuellen Interview erzählt, dass er mal mit amerikanischen, höher gestellten Soldaten gesprochen hat und das Szenario UA auf Mexiko portiert, also Regimechange, Manöver, Bewaffnung, Labore u.s.w. durch Russland.
Die Antwort war eindeutig, EINMARSCH!

Imperialismus ..., nicht sehr überzeugend, beim flächenmäßig größten Staat der Erde, IMHO!

Hat Russland vlt. aus Sorglosigkeit/Naivität extra gewartet, bis UA bis an die Zähne bewaffnet wurde? Auch nicht überzeugend, IMHO! Denn akut wurde es, AFAIR, nach den letzten 2 (wir haben still und leise nach UA 2 große Lieferungen verbracht) Lieferungen im Herbst '21, der Aufmarsch UAs um die Abtrünnigen zu "befrieden"", die Intensivierung des Beschusses ... Natürlich haben auch die Russen geschürt, weil so technisch der Natobeitritt UAs verhindert wurde.

Ich fand schon, das Putin, politisch und verbal nicht ganz geschickt [*], fast darum gebettelt hat, den Natobeitritt UAs zu vergessen, die Sicherheitsinteressen Russlands zu berücksichtigen und das alles vertraglich zu besiegeln.
Ich schrieb damals, dass es natürlich Maximalforderungen von beiden Seiten gab, aber wenn Macron und Scholz damals, an dem langen Tisch mit Putin, u.a. den Verzicht auf den Natobeitritt im Gepäck gehabt hätten ... Glaskugel ;)

[*] statt dieser stundenlangen Geschichtsexkursion z.B. hätte er die Zukunft skizzieren können, wenn, dann ... Heute weiß man, IMHO, dass auch das nicht mehr geholfen hätte, der Westen/Amis hatten ihren Plan lange vorher gestartet ...

Wie würde UA heute aussehen? Wie Polen ..., die Amis um Atomwaffen bettelnd, direkt an der Grenze zu Russland, Vorwarnzeiten NULL ... :roll:
Auch die Russen schauen auf Israel, Gaza, Irak, Lybien, Syrien, Iran ... Pest, oder Cholera ... :roll:

-ah-
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AnGro
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von AnGro »

Axel Henrich hat geschrieben: 20 Mai 2026, 13:55 Ich schnattere einfach mal so drauf los ... ;)
Richtig so. Wie sehr habe ich das hier vermisst.
Axel Henrich hat geschrieben: 20 Mai 2026, 13:55 Imperialismus ..., nicht sehr überzeugend, beim flächenmäßig größten Staat der Erde, IMHO!
Hier antworte ich mal mit einem Eigenzitat:
AnGro hat geschrieben: 20 Mai 2026, 13:37 Es ist nix offensichtliches vorhanden, außer "die werden sowas ja nicht ohne guten Grund machen".
Axel Henrich hat geschrieben: 20 Mai 2026, 13:55 ...der Westen/Amis hatten ihren Plan lange vorher gestartet ...
Als ob es hier einen abgestimmten Masterplan im Hintergrund gibt. So wie sich die gewählten Anführer gegenseitig belegen und das Leben schwer machen, die Entscheidungen ihrer Amtsvorgänger revidieren, echte Dummheiten begehen, gewählt und abgewählt werden,... habe ich eher das Gefühl, dass alles quasi chaotisch und zufällig ist, aber sicher keine Strategie, die über Jahrzehnte aufgebaut und durchgezogen wird.
Auch ist doch die Angst (Sicherheitsinteressen Russlands) eher vorgespielt. Oder geht jemand ernsthaft davon aus, dass sich irgendwer getraut hätte Russland militärisch herauszufordern, bei der doch sehr glaubhaft vorhandenen atomaren Zweitschlagfähigkeit? Selbstmord aus Angst vor dem Tod ist doch keine Strategie, oder?

Ich sehe auch das weiter oben skizzierte Szenario "Bürgerkrieg" nicht als gegeben. Das würde zumindest zwei Gruppen in der Bevölkerung bedingen, die sich gegenseitig herausfordern. Das ist hier aber nicht so. Für mich ist es eher eine Vielvölkergruppe, die Jahrzehnte in einem gemeinsamen Staatsgebilde verbracht hat, wo sich nun mindestens ein Nachfolgestaat mit den dem Zerfall folgenden Grenzen nicht einverstanden zeigt und der andere betroffene Staat diese Challenge nicht akzeptiert. Wobei bei beiden Ländern "Staat" nicht als Bevölkerung zu verstehen ist, sondern die jeweilig an der Macht befindliche Elite.
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Bluewolf
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Bluewolf »

@Wladimir
Alle markanten Gegenüberstellungen oder Auszüge des Buches, die ich finden konnte, sind hinter Paywalls.
Hier aber mal die Amazon Variante:
The Fight of Our Lives: My Time With Zelenskyy, Ukraine's Battle for Democracy, and What It Means for the World Audio CD – Ungekürzte Ausgabe, 13. September 2022
Englisch Ausgabe von Iuliia Mendel (Autor)
4,6 4,6 von 5 Sternen (210)
Alle Formate und Editionen anzeigen
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Als die ukrainische Journalistin Iuliia Mendel den Anruf erhielt, dass sie für Präsident Wolodymyr Selenskyj eingestellt worden war, hatte sie keine Ahnung, was kommen würde.

In diesem offenen und bewegenden Insiderbericht erzählt Selenskyjs ehemaliger Pressesprecher die Geschichte seines unwahrscheinlichen Aufstiegs vom populären Komiker zum Präsidenten der Ukraine. Mendel hatte bei vielen der wichtigsten Ereignisse vor der russischen Invasion 2022 einen Platz in der ersten Reihe. Von Treffen zwischen Selenskyj und Putin sowie anderen europäischen Führern, über die Frontlinien im Donbas bis hin zur Beantwortung von Presseanfragen nach den berüchtigten Telefonaten zwischen Donald Trump und Selenskyj, die zu Trumps erstem Amtsenthebungsverfahren führten.

Mendel erlebte aus erster Hand Selenskyjs Bemühungen, sein Land von einem armen, rückständigen sowjetischen Staat in eine lebendige, wohlhabende europäische Demokratie zu verwandeln. Mendel wirft Licht auf die massiven wirtschaftlichen Probleme, mit denen die Ukraine und die festgefahrenen korrupten Oligarchen im Bündnis mit Russland konfrontiert sind. Sie wurde Zeugin der wiederholten Angriffe des Kremls, um Zelenskyj durch Desinformation und eine Armee von Bots und Trollen zu diskreditieren.

In ihren Bericht sind Details über ihr eigenes Leben als Mitglied von Selenskyjs neuer Ukraine eingewoben. Geschrieben mit dem Klang russischer Bomben und explodierender Granaten im Hintergrund, schildert Mendel das Leben unter russischer Belagerung im Jahr 2022. Sie verabschiedet sich von ihrem Verlobten, der wie so viele andere ukrainische Männer an die Front tritt. In dieser Geschichte über Selenskyj, Ukraine, und ihre außergewöhnlichen Menschen erinnert uns Iuliia Mendel an die übergeordnete Bedeutung von Wahrheit und menschlichen Werten, besonders in diesen dunkelsten Zeiten.
Das ist meine Grundlage. Und ja, sie hat sogar in einer Passage beschrieben, wie er sich in einer Kabinettssitzung an Teile der Drehbücher seiner Serie erinnert, und dann auch teilweise umgesetzt hat. Das muss man sich mal reinziehen. Politik als Reality-TV.
Sie wurde damals von Kritikern niedergemacht, weil sie seinen Aufstieg in dem Buch zu sehr verherrlicht hat. Und darum geht es mir jetzt, nicht um einzelne Punkte.
Innerhalb von 4 Jahren von einer glühenden Bewundererin zu solcher Ablehnung? Wenn da nicht was nicht stimmt ...

Und zum Thema Bürgerkrieg:
Ein Bürgerkrieg (engl. civil war) ist ein bewaffneter Konflikt innerhalb der Grenzen eines Staates.
Hiess es nicht 2014, dass genau das der Grund für das Eingreifen notwendig machte? Dass Russen von Ukrainern auf ukrainischem Gebiet angegriffen worden sind? Und ja, das haben wir alles schon zur Genüge diskutiert. Mit "verhärteten Fronten" auch hier im Forum.
Zuletzt geändert von Bluewolf am 20 Mai 2026, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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AnGro
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von AnGro »

Bluewolf hat geschrieben: 20 Mai 2026, 16:36 Hiess es nicht 2014, dass genau das der Grund für das Eingreifen notwendig machte? Dass Russen von Ukrainern auf ukrainischem Gebiet angegriffen worden sind? Und ja, das haben wir alles schon zu Tode diskutiert.
"Zu Tode diskutiert" ist vielleicht etwas unpassend in diesem Kontext.
Aber mal annehmend, dass das so war. Wie passt das zu 2022 und was seit dem passiert?
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Bluewolf
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Bluewolf »

AnGro hat geschrieben: 20 Mai 2026, 17:47
Bluewolf hat geschrieben: 20 Mai 2026, 16:36 Hiess es nicht 2014, dass genau das der Grund für das Eingreifen notwendig machte? Dass Russen von Ukrainern auf ukrainischem Gebiet angegriffen worden sind? Und ja, das haben wir alles schon zu Tode diskutiert.
"Zu Tode diskutiert" ist vielleicht etwas unpassend in diesem Kontext.
Aber mal annehmend, dass das so war. Wie passt das zu 2022 und was seit dem passiert?
Hast recht, habe es etwas abgeschwächt.
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Wladimir30
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Wladimir30 »

Danke, @Bluewolf. Langsam kommt immer Licht in das Dunkel.

Dass jemand von einem glühenden Bewunderer zum beißenden Feind wird ist ja an sich nichts Neues. Wieviele Filme gibt es zu dieser Thematik. Das hat man ständig auf allen Ebenen, wo es um Macht oder zumindest um Führung geht. Je nach dem, wie die Person des Untergebenen, der die Fronten wechselt, gestrickt ist, reicht ein "falscher" Satz, eine nicht erfolgte Beförderung, oder ein Ehepartner, der dich solange bearbeitet, bis.... Der Möglichkeiten Zahl sind hier keine Grenzen gesetzt.

Mich interessieren hier vielmehr die Machtmechanismen, die das Eine oder das Andere ermöglicht oder hervorgerufen haben. Hier zeigt sich die Rolle, die Durchsetzungsfähigkeit, die Weitsicht desjenigen, der am Ruder steht. In Betrieben ist das relativ einfach, wenn der Chef Mist baut, ist der Laden pleite. In der Politik leiden Leute unter solchen Fehlern.

Und, ja, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es solche Masterpläne gibt. Das Entscheidende ist die Strategie, die das Ziel, beispielsweise wo wollen wir in 50 Jahren stehen, festlegt. Wie das erreicht wird, ist Taktik, die sich, je nach geänderten Gegebenheiten, ändert. Das mag dann zuweilen wie Chaos wirken, ändert aber nichts am großen Gesamtziel. Wobei es durchaus realistisch ist, dass ein Land einen Plan hat und zur Umsetzung die Regierung eines anderen Landes "gebraucht". Wenn die aktuelle Regierung hier nicht mitspielt, wird sie eben ausgetauscht. Wahlen, farbige Revolutionen, Kidnappen eines amtierenden Regierunschefs. Die Resourcen, die eigene Strategie umzusetzen, sind halt sehr unterschiedlich. Wie auch die Skrupellosigkeit. Hier haben die USA ein mehrschichtiges System an Abängigkeiten geschaffen, mit dem Dollar als die spitzeste Waffe.

Hierbei ist Frau Mendel rin kleiner Fisch, recht unbedeutend. Aber sie hat Tendenzen, generelle Einblicke in Strukturen gegeben, die prinzipiell vorhanden sind. Hier wird es interessant, wenn das Warum für diese Handlungen zwar berücksichtigt wird (cui bono), aber such nicht überbewertet.
Nach dem Kaffee ist vor dem Kaffee
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Axel Henrich
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Axel Henrich »

AnGro hat geschrieben: 20 Mai 2026, 15:55Als ob es hier einen abgestimmten Masterplan im Hintergrund gibt. [...] habe ich eher das Gefühl, dass alles quasi chaotisch und zufällig ist, aber sicher keine Strategie, die über Jahrzehnte aufgebaut und durchgezogen wird.
Also wenn es eines gibt, wovon ich fest überzeugt bin, dann ist es dieser Plan.
Wann hat Busch UA das 1. Mal den Natobeitritt schmackhaft gemacht, 2008? Und seitdem warnen wirkliche Experten, selbst extreme Falken davor ...
Nimm Merkels Aussage, dass Sie UA nur Zeit verschaffen wollten ... SIE wussten was passiert und haben es weiter getrieben. Und selbst als es losging, 1 Monat später die Verhandlungen gar nicht mal schlecht liefen, wurden die Verhandlungen abgebrochen ... Warum, wieso? Aller Orten wird von Johnson gesprochen. Im Alleingang, sicher nicht, In Absprache mit seinem Land, wahrscheinlich. In Absprache mit der EU, sehr wahrscheinlich. Die wollen selbst heuer noch den Natobeitritt. Btw. wäre selbst der EU Betritt UAs inzwischen maximal problematisch ... :roll:

Chaos ja, da bin ich bei dir. Schaue unsere Regierungsentscheidungen an, siehe die Amis im Iran. Chaos ja, aber Zufall? Never, ever! Schau mal ringsum was auf der Welt los ist, Man sieht doch überall, wie Konflikte entstehen, Regimechanges, Entführungen, Rohstoffdiebstahl ... Wenn der Gegner nur klein/schwach genug ist, ziehen die Amis weiter und hinterlassen Tod, Verderben und Verwüstung.

Apropos Plan und weil die Tommys in UA ja sehr aktiv sind ... Erinnere dich mal an den Iran in den 50ern. Die Engländer behalten 90% der Erlöse des iranischen Öles und nachdem der Iran das nicht mehr will, verständlicherweise, wollte Mossadegh die Ölindustrie verstaatlichen. Daraufhin startete der CIA/MI6 Operation Ajax und Mosadegh war Geschichte... Und heute?

Trump selber ist maximal abhängig von der israelischen Diaspora, die seinen Wahlkampf finanziert und gewonnen haben und fordern jetzt ihren Tribut, den Iran betreffend.
Auch hier, seit Jahren also planmäßig, kümmert sich die israelische Regierung um "gute nachbarschaftliche Beziehungen" ... :evil:

Genau so Selenski. Wenn er um Hilfe bitten müsste, würde er sich vermutlich anders verhalten und auch der Westen. So aber fordert er vehement die Einhaltung der Hilfeversprechen, um im Stellvertreterkrieg gegen Russland zu bestehen.
Da ist nix Zufall und alles hängt mit Allem zusammen!

-ah-
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Norbert
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von Norbert »

Ich sehe es als eine Mischung. Der Masterplan ist: Die USA ist das mächtigste Land der Welt.

Und dann gibt es viele Taktiken dahin, die sich ja auch ständig ändern, je nachdem, wo Anpassungen nötig sind - durch unerwartet stärker werdende Länder, durch den technologischen Fortschritt, etc. pp.

Beispiel: Werden Europa und Russland zu stark - weil beispielsweise die russischen Rohstoffe die europäische Wirtschaft pushen - dann muss da ein Keil reingetrieben werden.

Ändert sich durch Drohnen die Kriegsführung, taut das Eismeer auf - dann muss der Fokus auf Grönland verstärkt werden.

Und so weiter.

Aber das ist kein jahrzehntelang vorbereiteter Plan, sondern erfolgt je nach aktueller Entwicklung in mittelfristigen Iterationen.
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von willi »

Norbert hat geschrieben: 20 Mai 2026, 11:02 Würden heute Drohnen über N. Novgorod fliegen (oder irgendein schlimmeres Szenario), hätte man auf die "spezielle Militäraktion" ab Februar 2022 verzichtet?
Ich denke, es hätte lediglich den Beginn verschoben, mehr auch nicht.

Was war damals? April'21 Selenskijs Dekret zur Rückeroberung von Krim und Dombass und an Juni'21 die Verlegung ser ukrainischen Streitkräfte in den Osten für einen möglichen Befreiungsschlag gegen die besetzten Gebiete, - war überall zu lesen.
NS2 war fertig und man hat darum gerungen sie nicht in Betrieb zu nehmen. Zur Erinnerung, es gab seinerzeit keinen Markt für überteuertes Fracking Freedom Gas.
Ich denke es ging darum, durch einen kurzen Konflikt ähnlich Georgien 2008 das Verhältnis EU-Russland so nachhaltig zu stören, dass die Pipeline nicht in Betrieb geht.
Abgesehen davon wäre ohne den Krieg der EU Beitritt unter Umgehung aller Aufnahmekriterien auch nicht möglich gewesen.
Ich denke, Biden hat seine Unterstützung in Aussicht gestellt und die Ukro-Nationalisten wollten die Entscheidung.
In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders
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AnGro
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Re: Interview mit Selenskijs ehemaliger Pressesprecherin

Beitrag von AnGro »

willi hat geschrieben: 21 Mai 2026, 20:11 Ich denke es ging darum, durch einen kurzen Konflikt ähnlich Georgien 2008 das Verhältnis EU-Russland so nachhaltig zu stören, dass die Pipeline nicht in Betrieb geht.
Abgesehen davon wäre ohne den Krieg der EU Beitritt unter Umgehung aller Aufnahmekriterien auch nicht möglich gewesen.
Ich denke, Biden hat seine Unterstützung in Aussicht gestellt und die Ukro-Nationalisten wollten die Entscheidung.
Angenommen, das stimmt. Warum hat dann der Russische Regierungschef den entscheidenden ersten Schritt getan? Sollte er nicht Russische Interessen vertreten? Hier liest es sich so, als ob er US-, EU- & Ukro-Nationalistische Interessen wahrnimmt auf Kosten seines Landes. Echt jetzt?
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