Wer lässt sich schon mit einem Gespräch umstimmen?! Es ist doch grundsätzlich eine Utopie, dass hier beispielsweise Axel Henrich die Position von kamensky ändern kann oder umgekehrt. Im Idealfall erreichen wir ein Verständnis füreinander, wie es beispielsweise Wladimir30 und Saboteur miteinander pflegen.Jenenser hat geschrieben: 09 Apr 2025, 11:22Der aktive Kriegsreporter konnte den von ihm eingeladenen Bundeswehrgeneral, außer Dienst, mit seinen Ansichten zum Konflikt nicht umstimmen. Es scheint auch fraglich, ob die Ausführungen des Ex-Militärs bei ihm irgendein Eindruck hinterlassen haben mit Blick auf seine weitere Arbeit. Dass er den Kontakt suchte und das Interview veröffentlichte - im Rahmen einer Meinungsbildung – das verdient allerdings Respekt.
Miteinander Sprechen ist der einzige Weg dahin. Und dass bei der BILD ein solches Interview überhaupt stattfinden darf, trotz der bekannten Agenda des Hauses, finde ich schon unerwartet. So etwas würde ich mir viel häufiger wünschen, nicht nur bei BILD.
Und ich kann es Ronzheimer auch kaum übelnehmen - bei ihm überwiegen die persönlichen und subjektiven Eindrücke, die er auf der westlichen Seite der Front gewonnen hat. So wie HJ52 natürlich auch eine sehr gefestigte Meinung hat, nachdem er mit zivilen Aufträgen östlich der Front war und das dortige Leid erlebt hat. Das ist normal, dass solche Erfahrungen die eigene Sichtweise ganz stark beeinflussen. Im Idealfall würde ein solcher Journalist nun dieselbe Front auf der anderen Seite besuchen, aber er riskiert damit leider eine sofortige Festnahme. Insofern bleibt es eine Illusion, hier mehr journalistische Objektivität zu erreichen. In der Gegenrichtung war es bei Wanner ja auch zu bemerken, dass so ein Wechsel interessante Eindrücke erzeugt.

