Ich finde das System eigentlich in Russland besser. In Deutschland bin ich früher öfters mal getrampt, angehalten wurde eher selten, und wenn dann habe ich mich immer verpflichtet gefühlt den dämlichen Monologen der gütigen Fahrer zuzuhören ... Ok ich übertreibe natürlich, ich habe auch viele sehr nette Menschen kennengelernt. Ansonst ist das System in Russland (vor allem z.B. Nachts in Moskau) durchaus angenehm.Sibirier hat geschrieben:War übrigens für mich neu, das die "Hand rausstrecken" in Russland nicht trampen, sondern "Taxisuche" bedeutet....
Ein Minus für Russland, kostenloses mitfahren gibt es nicht....
Trampen in Russland
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Trampen in Russland
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m1009
Re: Neuvorstellung
Ehmmm... Nicht?Sibirier hat geschrieben:
Ein Minus für Russland, kostenloses mitfahren gibt es nicht....
Ausserhalb von Moskau/Mkad&Co sieht man sehr haeufig Tramper.
- Sibirier
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Re: Neuvorstellung
Ok. Ich kann nur sagen, als ich noch "Mitfahrer" war, da war immer die Frage "Wieviel"....
Heute Firmenwagen, da würde ich auch umsonst mitnehmen, wenn keine Umwege. Wenn Umwege, würde ich nicht mitnehmen....
Aber da ich morgens früh und abends spät fahre, hat mir meine Frau "verboten" jemanden mitzunehmen, da ich alleine bin....
Heute Firmenwagen, da würde ich auch umsonst mitnehmen, wenn keine Umwege. Wenn Umwege, würde ich nicht mitnehmen....
Aber da ich morgens früh und abends spät fahre, hat mir meine Frau "verboten" jemanden mitzunehmen, da ich alleine bin....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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m1009
Re: Neuvorstellung
Was heisst Umwege ?
Schau Dir die Trassen in Moskau an. Jeden Abend stehen die Fahrer, dieneue MAZ, KAMAZ, GAZ etc. nach Moskau bringen, und wieder zurueck in Ihre Staedte wollen. Freitags dazu noch die Studenten.
Sonntag Nachmittag/Abend siehst Du im ganzen Land die bepackten Studenten trampen.
Noch nie das Vergnuegen gehabt, von der Miliz an irgendeinen GAI Posten angehalten zu werden : "Wohin ? " --- "Ufa" --- "OK, passt, den/die hier bitte mitnehmen" .... ??
Schau Dir die Trassen in Moskau an. Jeden Abend stehen die Fahrer, dieneue MAZ, KAMAZ, GAZ etc. nach Moskau bringen, und wieder zurueck in Ihre Staedte wollen. Freitags dazu noch die Studenten.
Sonntag Nachmittag/Abend siehst Du im ganzen Land die bepackten Studenten trampen.
Noch nie das Vergnuegen gehabt, von der Miliz an irgendeinen GAI Posten angehalten zu werden : "Wohin ? " --- "Ufa" --- "OK, passt, den/die hier bitte mitnehmen" .... ??
- Sibirier
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Re: Neuvorstellung
Sorry, aber umsonst fahren die meisten wohl nicht....
Sonntag Nachmittag/Abend fahre ich höchstens aus Moskau ins Dorf, aber nicht umgekehrt...Daher keine Erfahrung....
Das Vergnügen mit so einem GAI Posten hatte ich noch nicht...Da ich -wie jeden Tag- Morgens nach Moskau fahre und abends zurück...bisher immer allein....
Sonntag Nachmittag/Abend fahre ich höchstens aus Moskau ins Dorf, aber nicht umgekehrt...Daher keine Erfahrung....
Das Vergnügen mit so einem GAI Posten hatte ich noch nicht...Da ich -wie jeden Tag- Morgens nach Moskau fahre und abends zurück...bisher immer allein....
Ha, Waschmaschine verarscht. Socken einzeln gewaschen....
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m1009
Re: Neuvorstellung
IN Moskau sicher nicht.Sibirier hat geschrieben:Sorry, aber umsonst fahren die meisten wohl nicht....
Es geht ja auch nicht darum, einem Studenten oder Gefreiten noch 200 Rubel fuer eine 500km Fahrt aus den Taschen zu ziehen. Frueher hab ich ab und an Anhalter mitgenommen, da kam nie die Frage - wieviel ? .
Ich hab dazu auch kurz meine Frau befragt, ist gang und gaebe, das z.B. Studenten nach Kazan, Kirov, Saransk von N>N aus per Anhalter unterwegs sind, und das ohne in die Tasche greifen zu muessen.... 8)
- bella_b33
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Re: Neuvorstellung
Jop, hatte ich schon, in Richtung Penza.m1009 hat geschrieben: Noch nie das Vergnuegen gehabt, von der Miliz an irgendeinen GAI Posten angehalten zu werden : "Wohin ? " --- "Ufa" --- "OK, passt, den/die hier bitte mitnehmen" .... ??
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!
- Norbert
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Re: Neuvorstellung
Das Zeichen bedeutet beides. In den Städten ist es definitiv Taxi, zumindestens für Jungs. Mädels kommen wohl auch da (ohne Gegendienste) oft kostenlos weiter. Außerhalb der Städte wird es eher als Trampen gewertet. Im Vergleich zu Deutschland steht man aber ewig, ich habe es ein einziges mal probiert, weil weder Bus noch Zug fuhren.Sibirier hat geschrieben:War übrigens für mich neu, das die "Hand rausstrecken" in Russland nicht trampen, sondern "Taxisuche" bedeutet....
Ein Minus für Russland, kostenloses mitfahren gibt es nicht....
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bauerkiel
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Re: Trampen in Russland
Hallo.
Trampen (russ.: Aвтостоп) in Russland geht einwandfrei. Bin gerade auf meiner Tour von Rostov am Don über Volgograd, Saratov, Samara, Ufa, Tscheljbinsk, Omsk und Novosibirsk nach Barnaul getrampt.
Kann allen zuvor negativen Erfahrungen/Vermutungen widersprechen. Spreche allerdings nicht für den Stadtverkehr, sondern für Überlandrouten. Meine längste Standzeit lag zwischen 1,5 und 2 Stunden (habe nicht genau drauf geachtet). Bin am Sonntagnachmittag (03.07. 15:00 Uhr) in Rostov los und war am Freitag (08.07. gegen Mittag) in Barnaul.
Mit öffentlichen Verkehrmitteln, abgesehen Flieger, überwindet man die Strecke nicht wesentlich schneller... Einen besseren und intensiveren Kontakt mit den Menschen "von vor Ort" kann ich mir kaum denken, wobei mir die Eisenbahn auch gut gefallen hat.
Ich habe 3 Nächte mit den Fahrern von LWK's bei denen in der Kabine gepennt, einmal ein Trucker-Hotel (400 Rub, 10,-€) genutzt und einmal im Auto geschlafen. Zur Not hatte ich aber auch mein Zelt am Rucksack mit.
Besonders einfach ist es lange Strecken zu überwinden, da auf den endlosen Magistralen wenig Möglichkeiten zum Abbiegen bestehen. D.h. wenn du in Saratow - oder wo auch immer ein Fahrzeug anhällst- , dass Omsker, Novosibirsker oder östlicheres Nummernschild hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass dieses Fahrzeug auch in Richtung Osten fährt (vorrausgesetzt man steht auf richtigen Strassenseite ;-)) und alle an der Strecke liegenden Städte pasiert. Das ist in D wesentlich anders, da es "viel zu viele" Kreuzungen, Abzweigungen und Autobahnkreuzungen gibt.
"Wieviel" wurde ich nur einmal gefragt, es war das allererste Auto, welches hielt, am Stadtrand von Rostov. Dort habe ich die Mitfahrt aber abgelehnt.
Ansonsten bin ich kein weiteres MAl gefragt wurden und habe auch nie Geld gegeben. Was ich als dankeschön gemacht habe: Fahrer zum Imbiss eingeladen, mit Verpflegung (zumindest tlws. Verpfelgung, also mal 'n Frühstück oder so) und Süssigkeiten/Kekse versorgt. Habe auch darüber nachgedacht welche meiner Ausrüstungsgegenstände ich Ihnen lassen könnte. Da kam aber nichts in Frage außer meine Stifte, weil ich anschließend noch wandern wollte und mein Gepäck dementsprechend ausgerichtet war. Als Andenken ist aber auch ein Stift ein willkommener Gegenstand. So bin ich auch zu einem Schreiber von der DPC gekommen, den ich mit einem Posten tauschte, der uns anhielt zur Routinekontrolle.
Ich hatte aber auch nie das Gefühl, dass von mir eine Gegenleistung verlangt wurde. Ganz im Gegenteil haben sich die Fahrer noch um mich bemüht, mir über Funk weitere Mitfahrten gesucht, mich kleine Stückchen zu besseren Anschlusspunkten oder zum Bahnhof/Busbahnhof gebracht. EIner wollte mir sogar ein Ticker für den Autobus organisieren, da mein russisch nicht so gut ist... Das habe ich aber strikt abgelehnt. Dafür hat er mir die (seiner Meinung nach) sehenswertesten Punkte im Altai aufgeschrieben, damit ich Anhaltspunkte für die Weiterreise hatte.
Also meinerseits bestehen da überhaupt keine Hindernisse in Russland zu trampen. Man muss sich natürlich immer im Klaren darüber sein, das man bei Fremden einsteigt und nicht weiss, was die vor haben bzw. wie die drauf sind oder fahren. Es kann sicherlich manchmal gesünder sein auszusteigen oder gar nicht erst ein. Ich würde nirgendwo einsteigen, wo mehrere männliche Personen im Auto sitzen oder bei Personen, die mir nicht geheuer sind. Das Bauchgefühl muss stimmen, auch wenn es nur ein Indikator und keine Garantie für eine sichere Fahrt ist. Pfefferspray hatte ich immer griffbereit, auch wenn ich zu einer Anwendung im PKW nicht unbedingt raten würde...
Falls noch Fragen sind oder jemand mehr wissen will: Ich gebe gerne Auskunft! Kritische Anregungen und Diskussion, andere Meinungen höre ich gern.
Trampen (russ.: Aвтостоп) in Russland geht einwandfrei. Bin gerade auf meiner Tour von Rostov am Don über Volgograd, Saratov, Samara, Ufa, Tscheljbinsk, Omsk und Novosibirsk nach Barnaul getrampt.
Kann allen zuvor negativen Erfahrungen/Vermutungen widersprechen. Spreche allerdings nicht für den Stadtverkehr, sondern für Überlandrouten. Meine längste Standzeit lag zwischen 1,5 und 2 Stunden (habe nicht genau drauf geachtet). Bin am Sonntagnachmittag (03.07. 15:00 Uhr) in Rostov los und war am Freitag (08.07. gegen Mittag) in Barnaul.
Mit öffentlichen Verkehrmitteln, abgesehen Flieger, überwindet man die Strecke nicht wesentlich schneller... Einen besseren und intensiveren Kontakt mit den Menschen "von vor Ort" kann ich mir kaum denken, wobei mir die Eisenbahn auch gut gefallen hat.
Ich habe 3 Nächte mit den Fahrern von LWK's bei denen in der Kabine gepennt, einmal ein Trucker-Hotel (400 Rub, 10,-€) genutzt und einmal im Auto geschlafen. Zur Not hatte ich aber auch mein Zelt am Rucksack mit.
Besonders einfach ist es lange Strecken zu überwinden, da auf den endlosen Magistralen wenig Möglichkeiten zum Abbiegen bestehen. D.h. wenn du in Saratow - oder wo auch immer ein Fahrzeug anhällst- , dass Omsker, Novosibirsker oder östlicheres Nummernschild hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch groß, dass dieses Fahrzeug auch in Richtung Osten fährt (vorrausgesetzt man steht auf richtigen Strassenseite ;-)) und alle an der Strecke liegenden Städte pasiert. Das ist in D wesentlich anders, da es "viel zu viele" Kreuzungen, Abzweigungen und Autobahnkreuzungen gibt.
"Wieviel" wurde ich nur einmal gefragt, es war das allererste Auto, welches hielt, am Stadtrand von Rostov. Dort habe ich die Mitfahrt aber abgelehnt.
Ansonsten bin ich kein weiteres MAl gefragt wurden und habe auch nie Geld gegeben. Was ich als dankeschön gemacht habe: Fahrer zum Imbiss eingeladen, mit Verpflegung (zumindest tlws. Verpfelgung, also mal 'n Frühstück oder so) und Süssigkeiten/Kekse versorgt. Habe auch darüber nachgedacht welche meiner Ausrüstungsgegenstände ich Ihnen lassen könnte. Da kam aber nichts in Frage außer meine Stifte, weil ich anschließend noch wandern wollte und mein Gepäck dementsprechend ausgerichtet war. Als Andenken ist aber auch ein Stift ein willkommener Gegenstand. So bin ich auch zu einem Schreiber von der DPC gekommen, den ich mit einem Posten tauschte, der uns anhielt zur Routinekontrolle.
Ich hatte aber auch nie das Gefühl, dass von mir eine Gegenleistung verlangt wurde. Ganz im Gegenteil haben sich die Fahrer noch um mich bemüht, mir über Funk weitere Mitfahrten gesucht, mich kleine Stückchen zu besseren Anschlusspunkten oder zum Bahnhof/Busbahnhof gebracht. EIner wollte mir sogar ein Ticker für den Autobus organisieren, da mein russisch nicht so gut ist... Das habe ich aber strikt abgelehnt. Dafür hat er mir die (seiner Meinung nach) sehenswertesten Punkte im Altai aufgeschrieben, damit ich Anhaltspunkte für die Weiterreise hatte.
Also meinerseits bestehen da überhaupt keine Hindernisse in Russland zu trampen. Man muss sich natürlich immer im Klaren darüber sein, das man bei Fremden einsteigt und nicht weiss, was die vor haben bzw. wie die drauf sind oder fahren. Es kann sicherlich manchmal gesünder sein auszusteigen oder gar nicht erst ein. Ich würde nirgendwo einsteigen, wo mehrere männliche Personen im Auto sitzen oder bei Personen, die mir nicht geheuer sind. Das Bauchgefühl muss stimmen, auch wenn es nur ein Indikator und keine Garantie für eine sichere Fahrt ist. Pfefferspray hatte ich immer griffbereit, auch wenn ich zu einer Anwendung im PKW nicht unbedingt raten würde...
Falls noch Fragen sind oder jemand mehr wissen will: Ich gebe gerne Auskunft! Kritische Anregungen und Diskussion, andere Meinungen höre ich gern.
- bella_b33
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Re: Trampen in Russland
Dankeschön für den Bericht!
Ich bin mittlerweile schon "ein paar km" selbst in Russland Auto gefahren. Anhalter nehm ich Keine mit, das ist mir zu riskant. Wie Du schon genau richtig sagtest, gilt auch für die Anhalter, daß man:
.
Ich bin mittlerweile schon "ein paar km" selbst in Russland Auto gefahren. Anhalter nehm ich Keine mit, das ist mir zu riskant. Wie Du schon genau richtig sagtest, gilt auch für die Anhalter, daß man:
. Es gibt sicher 99 nette und großherzige Menschen. Aber dann kann auch mal ein Verrückter einsteien :(. Ich hätte mich aber diese Woche fast erbarmt, im Nishegorodskaja Oblast einen Polizisten morgens 7:30 zu seinen GAI Posten mit zu nehmen. Hab dann aber doch draufgetreten und ihm seinen Schicksal überlassenbauerkiel hat geschrieben:nicht weiss, was die vor haben bzw. wie die drauf sind
Wer sein Gewicht halten will, der muss auch mal grillen wenn er keinen Hunger hat!