Wenn ich von "Plattenbauten" sprach, dann geht es ja nicht gegen den Fakt an sich, dass das Haus aus Beton-Fertigteilen zusammengesetzt ist.pippie hat geschrieben:Die meisten sind saniert. Und du unterschätzt das Lebensgefühl, wenn man 30 und mehr Jahre als Nachbarn zusammen wohnt. Zu DDR-Zeiten ist man nach Fertigstellung der Häuser eingezogen und fast alle im Haus haben sich darum gekümmert, das Haus selbst und die Umgebung zu verschönern. Da wurde z.Bsp. der Hauseingang bemalt, Vorgärten angelegt, Treppenhäuser verschönert und hat zusammen danach gefeiert. Sowas schweißt eben auch zusammen und wenn jemand Hilfe brauchte, dann fand sich immer einer, der ausgeholfen hat. Und wenn die Wohnungsgröße ausgereicht hat, ist da eben seit der Wende auch keiner ausgezogen. Und wenn die Wohnung eigentlich zu groß ist zieht heute auch keiner mehr aus, weil die Mieten für kleinere Wohnungen heute so hoch sind, wie die, die sie jetzt zahlen. Das hat nur wenig mit Idealismus zu tun, sondern mit Lebensgefühl oder Vernunft.
Ein ordentlich sanierter Plattenbau mit ausreichend großen, und trotzdem preiswerten Wohnung und dann noch mit netten Nachbarn.... steht natürlich in keiner Weise einem in anderer Technik gebauten Haus mit gleich Schnitt und gleichen Nachbarn ;-) nach. (Wobei es da technisch durchaus Nachteile geben mag, die sich bei der Sanierung oder der Instandhaltung auswirken.... bin kein Experte).
Ich sprach aber von unsanierten Plattenbauten mit z.T. Miniküchen, undichten Fenstern, etc. wie man sie z.B. in Moskau noch zu tausenden finden kann, und wie man sie auch in der DDR finden würde, wenn diese sich bis heute gehalten hätte.
Und zum Thema Hilfe: Auch unsere Nachbarn und wir helfen uns gegenseitig, wenn es irgend etwas zu tun gibt. Im Moment z.B. bei Schneeräumen, Salz streuen, etc. Im Frühjahr dann im Garten, etc.


