Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Die EU hat ja eigentlich einen ganz pragmatischen Weg gewählt. In der EU zugelassene Stoffe und die von der Who als Notfall zugelassenen Stoffe zu akzeptieren. Leider ist das mit der who optional und Einreise ist eben Sache der Mitglieder. Während ein-zwei chinesische Impfstoffe diese Zulassung haben, hat Sputnik diese leider nicht. Und das scheint weniger mit der politischen Lage zu tun zu haben als damit, dass das gameleya Institut oder allgemein Russland Anschein wenig Erfahrung damit hat was ausländische Aufsichtsbehörden von ihnen alles beim Zulassungsantrag erwartet. Denn auch in Brasilien gab es ja Schwierigkeiten. So lässt es sich zumindest aus neutralen Artikeln herauslesen. Und das Marketing scheint ja auch desaströs zu sein. Die Impfskepsis gegenüber Sputnik in Russland scheint ja weitaus größer zu sein als gegenüber Biontech/Moderna in Deutschland. Zumindest bekomme ich das so derzeit in Belarus mit. Dazu kommt dann das Russland nicht ansatzweise das liefern kann was sie anderen Ländern versprochen haben
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Dass wohl in Wirklichkeit in der EU politische (und vielleicht auch wirtschaftliche) Gruende fuer die Verweigerung der Anerkennung von Impfungen mit russischen und chinesischen Impfstoffen ursaechlich sind, sieht man ja daran, dass Impfungen mit Moderna unveraendert anerkannt werden, trotz der in den USA und in Japan nachgewiesenen Faelle von Verunreinigungen (rund 2,5 Mio Impfdosen wurden in Japan als Folge verworfen.) Und vorm Nachimpfen ist man wohl mit keinem Impfstoff absolut sicher. Nicht nur, wenn wie in Friesland infolge des Impfens mit Kochsalzloesung nun wohl 10.000 Personen nachgeimpft werden muessten ...paramecium hat geschrieben: 30 Aug 2021, 22:59 Letztendlich zeigt, insbesondere das Beispiel Ungarn aber, dass damit wahrscheinlich dennoch nicht zu rechnen ist. Wer sich in Ungarn mit Sputnik oder Sinopharm impfen lassen hat bekommt kein EU-Impfzertifikat und muss sich zusätzlich freitesten. Insbesondere bei Sinopharm wird darüber hinaus davon berichtet, dass gerade bei älteren Personen wohl häufig keine Antikörper nachweisbar sind, so dass man jetzt mit mRNA-Impfstoffen nachimpfen muss.
Wenn Herr Spahn den politischen Aspekt beim Umgang mit Impfstoffen vor nunmehr schon einem 3/4 Jahr im Bundestag bereits erklaerte, dann ist es jetzt laengst an der Zeit, nicht mehr "wissenschaftliche" Begruendungen zu suchen, sondern Farbe zu bekennen.
Scheint mir.
Zuletzt geändert von Nikolaus am 31 Aug 2021, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Wenn es hier um "Gesundheit" bzw. "Solidarität" gehen würde, wie uns zumindestens in D immer blumig untergeschoben wird,
dann wäre es erstmal völlig egal wo ein Impfstoff herkommt. Langzeitstudien gibt es zu keinem der weltweiten Impfstoffe, woher auch!
Auch wenn wir mittlerweile im 18. Monat von dem Blödfug sind. Stattdessen sind eben wie immer einige heiliger als heilig.
Passt sogar der Vergleich, denn die heilige Impfung löst mittlerweile in Europa alle Weltreligionen als Glaubensrichtung ab !!
dann wäre es erstmal völlig egal wo ein Impfstoff herkommt. Langzeitstudien gibt es zu keinem der weltweiten Impfstoffe, woher auch!
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Ja, und das, was da nach und nach veroeffentlicht wird, weicht immer mehr auf, dass die Impfung eine "Endloesung" ist:Okonjima hat geschrieben: 31 Aug 2021, 13:55 Langzeitstudien gibt es zu keinem der weltweiten Impstoffe, woher auch!
Also wohl doch in vielen Faellen keine dauerhafte Schutzwirkung -> n Wiederholungsimpfungen noetig.
Und man bleibt ja wohl doch weiterhin in vielen Faellen ggf. Uebertraeger der Infektion.
...
Womit die Nicht-Anerkennung von Impfungen mit den doch sehr verbreiteten russischen und chinesischen Impfstoffen immer zweifelhafter erscheint.
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Eigentlich nicht mein Medium, aber trotzdem interessant
https://de.rt.com/europa/121743-eu-erke ... rtifikate/
Nebenbei, es gab doch schon im Juli Gespräche die Impfzertifikate gegenseitig anzuerkennen. Dann ist doch unerheblich, ob Sputnik in der EU zugelassen ist.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... aessen-vor
Und wie bei meiner kleinen Anekdote meiner Frau geschildert, erkennt Russland die EU QR Impfzertifikate ja scheinbar auch an.
viewtopic.php?f=13&t=21066&start=10#p243039
https://de.rt.com/europa/121743-eu-erke ... rtifikate/
Nebenbei, es gab doch schon im Juli Gespräche die Impfzertifikate gegenseitig anzuerkennen. Dann ist doch unerheblich, ob Sputnik in der EU zugelassen ist.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... aessen-vor
Und wie bei meiner kleinen Anekdote meiner Frau geschildert, erkennt Russland die EU QR Impfzertifikate ja scheinbar auch an.
viewtopic.php?f=13&t=21066&start=10#p243039
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Eigentlich auch logisch, das eine Impfung in diesem Fall keine ähnliche "Endlösung" ist, wie etwa bei Masern oder Kinderlähmung.Nikolaus hat geschrieben: 31 Aug 2021, 14:55 Ja, und das, was da nach und nach veroeffentlicht wird, weicht immer mehr auf, dass die Impfung eine "Endloesung" ist:
Also wohl doch in vielen Faellen keine dauerhafte Schutzwirkung -> n Wiederholungsimpfungen noetig.
Und man bleibt ja wohl doch weiterhin in vielen Faellen ggf. Uebertraeger der Infektion.
...
Es ist eine Atemwegserkrankung mit Coronaviren, nur eben mit teilweise schlimmeren Verläufen als bei der bisher bekannten
Influenza (Grippe). Und bei jeder Grippeimpfung mussten durch die Mutation die Impfungen jährlich angepasst und wiederholt werden.
Warum sollte das jetzt anders sein? Mir war das eigentlich vorher klar, Nur waren eben viele scheinbar durch das letzte Jahr so sehr
"gelockdownt", das sie an die Impfung als heiligen Gral aus der Pandemie glauben wollen!! Die Medien und die Politik tun ihr übriges
dazu. Und... einen konkreten Weg(Plan) zum beenden der Pandemie vermisse ich seit gefühlt 18 Monaten. Außer vielleicht "wenn Du
dich nicht impfen lässt, bist Du unsolidarisch und darfst bei den Guten nicht mehr mitmachen!"
Wir sind auf dem besten Weg in ein ähnliches Social Credit System wie in China. Es wird nicht lange dauern, dann kann man Flugtickets
u.ä. nur noch mit Impfnachweis buchen. Eigentlich düstere Aussichten, allerdings habe ich den Eindruck, das eine Mehrheit das
völlig ok findet. Es geht doch um die Gesundheit der Menscheit...
Ich hatte es schon vor einer Weile mal geschrieben, in Zypern wird Sputnik schon länger anerkannt. Und Zypern ist eben auch EU.
Also San Marino ist nix neues und interessiert aber auch aktuell den "deutschen Michel" nicht.
https://www.auswaertiges-amt.de/de/auss ... eit/210258
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Warum ein temporäres Qualitätsproblem, das an einem von vielen Produktionsstandorten eines Impfstoffherstellers auftrat, zu einem Erlischen der gegebenen bedingten Zulassung führen sollte verstehe ich nicht. Bayer hatte vor ein paar Jahren mal viel größere Probleme bei der Ibuprofenherstellung. Das ist auch noch auf dem Markt und seine Wirksamkeit wurde deshalb nicht angezweifelt. Die Europäische Behörde untersucht den Fall bei Moderna und hat bereits Teilentwarnung in Punkto Sicherheit und Wirksamkeit gegeben. Das spanische Werk muss nun (von derEMA genau kontrollierte) Maßnahmen ergreifen, damit diese Verunreinigungen nicht mehr passieren. Im allerschlimmsten Fall kann das spanische Werk nicht mehr produzieren.Nikolaus hat geschrieben: 31 Aug 2021, 13:06 Dass wohl in Wirklichkeit in der EU politische (und vielleicht auch wirtschaftliche) Gruende fuer die Verweigerung der Anerkennung von Impfungen mit russischen und chinesischen Impfstoffen ursaechlich sind, sieht man ja daran, dass Impfungen mit Moderna unveraendert anerkannt werden, trotz der in den USA und in Japan nachgewiesenen Faelle von Verunreinigungen (rund 2,5 Mio Impfdosen wurden in Japan als Folge verworfen.)
Letztendlich ist das Problem der fehlenden Anerkennung in der EU nicht akut, da man sich meines Wissens immer freitesten kann. In Russland ist dies meines Wissens in einigen Regionen nicht der Fall.
Das ist doch keine Neuigkeit. Es war sehr früh klar, dass die Impfung aufgefrischt und gegebenenfalls sogar angepasst werden muss. Auch nach einer Grippe-Impfung hat man, je nach Impfstoff, sogar eine viel größere Chance zu erkranken und das Virus übertragen. Wichtigstes Ziel ist, dass man die Zahl der schwer erkrankten und Toten eindämmt.Nikolaus hat geschrieben: 31 Aug 2021, 14:55 Ja, und das, was da nach und nach veroeffentlicht wird, weicht immer mehr auf, dass die Impfung eine "Endloesung" ist:
Also wohl doch in vielen Faellen keine dauerhafte Schutzwirkung -> n Wiederholungsimpfungen noetig.
Und man bleibt ja wohl doch weiterhin in vielen Faellen ggf. Uebertraeger der Infektion.
Bei den Flugtickets wette ich dagegen. Das wird nicht flächendeckend passieren, wobei nicht auszuschließen ist, dass einzelne Airlines dies machen. Der Social-Credit-Vergleich ist mehr als hanebüchen. Und auch was die Corona-Maßnahmen in China angeht, empfehle ich ein Gespräch mit chinesischen Bekannten, Freunden oder Kollegen. Was diesen Leuten passiert (u.a. sofortige Quarantäne im Corona-Hotel, sofortige Schließung der Firma, keinerlei Rücksichtnahme auf eventuelle Verpflichtungen wie Kinder/Pflegebedürftige), wenn auch nur ein flüchtiger Kontakt wiederum Kontakt mit einem COVID-Fall hatte, ist meilenweit von dem entfernt was hier passiert.Okonjima hat geschrieben: 31 Aug 2021, 16:22 Wir sind auf dem besten Weg in ein ähnliches Social Credit System wie in China. Es wird nicht lange dauern, dann kann man Flugtickets
u.ä. nur noch mit Impfnachweis buchen.
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Hm, ich habe doch aber nicht von Aberkennung der bedingten Zulassung gesprochen, sondern davon, dass Impfungen mit Moderna im Westen z.B. vom Testen befreien, obwohl Faelle massiver Qualitaetsprobleme nachgewiesen worden sind. Die Impfungen mit russischen und chinesischen Impfstoffen werden klar diskriminiert, da man eben "im Westen" als nicht geimpft gilt.paramecium hat geschrieben: 31 Aug 2021, 17:39 Warum ein temporäres Qualitätsproblem, das an einem von vielen Produktionsstandorten eines Impfstoffherstellers auftrat, zu einem Erlischen der gegebenen bedingten Zulassung führen sollte verstehe ich nicht.
Genauso ist die Herangehensweise bei Sputnik, bei dem von einem Pruefer der WHO in EINEM russischen Werk potentielle temporaere (wohl teilweise sofort beseitigt) technologische Maengel beanstandet worden sind, was eine WHO-Zulassung verzoegert hat. Obwohl wohl nie solche massiven Verunreinigungen wie bei Moderna nachgewiesen wurden. Das Ziel - Einsatz in Europa zu verhindern, ist ja auch erreicht worden.
Wovon sprichst Du? Die fehlende Anerkennung der Impfung (nicht die Zulassung der Impfstoffe) ist doch fuer die Betroffenen hoechst relevant, da man eben nicht von den staendigen Tests befreit ist, besonders jetzt, wo 2G forciert wird.Letztendlich ist das Problem der fehlenden Anerkennung in der EU nicht akut, da man sich meines Wissens immer freitesten kann. In Russland ist dies meines Wissens in einigen Regionen nicht der Fall.
Selbst wenn man ignoriert, dass wohl nach wie vor "zwei Mediziner - drei Meinungen" gilt, noch vor einigen Monaten gab es zwar Vermutungen, dass es so ist, aber keine relevanten Studienergebnisse. Konkrete Schlussfolgerungen - 3. Impfung in Israel, fuer Risikogruppen auch z.B. in D, Ru, ... - wurden ja erst unlaengst forciert.Das ist doch keine Neuigkeit.Nikolaus hat geschrieben: 31 Aug 2021, 14:55 Ja, und das, was da nach und nach veroeffentlicht wird, weicht immer mehr auf, dass die Impfung eine "Endloesung" ist:
Also wohl doch in vielen Faellen keine dauerhafte Schutzwirkung -> n Wiederholungsimpfungen noetig.
Und man bleibt ja wohl doch weiterhin in vielen Faellen ggf. Uebertraeger der Infektion.
Ja, aber diese Gespraeche haben eben bisher zu keinen klaren Ergebnissen gefuehrt, da die EU ja nur die gegenseitige Anerkennung von Impfungen mit in der EU oder (bestenfalls) von der WHO zugelassenen Impfstoffen vorgeschlagen hat.Bluewolf hat geschrieben: 31 Aug 2021, 15:11 Nebenbei, es gab doch schon im Juli Gespräche die Impfzertifikate gegenseitig anzuerkennen. Dann ist doch unerheblich, ob Sputnik in der EU zugelassen ist.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... aessen-vor
Jedenfalls wurde das genau so von den Zustaendigen in Frankreich und auch Deutschland kommuniziert. Der Herr Lederer hat als EU-Botschafter das leider im Interview einfach unter den Tisch fallen lassen. Solange das gilt, handelt es sich also bestenfalls um eine zweifellos sinnvolle, aber eben nur technische Vereinheitlichung von Impfzertifikaten.
Zuletzt geändert von Nikolaus am 01 Sep 2021, 12:07, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Die Wirksamkeit des verunreinigten Moderna-Impfstoffes war laut ersten Risiko-Einschätzungen nicht beeinträchtigt. Es gibt also keinen Grund die Impfungen (so denn überhaupt Personen mit diesen Impfstoffen geimpft wurden) nicht anzuerkennen.Nikolaus hat geschrieben: 01 Sep 2021, 11:03Hm, ich habe doch aber nicht von Aberkennung der bedingten Zulassung gesprochen, sondern davon, dass Impfungen mit Moderna im Westen z.B. vom Testen befreien, obwohl Faelle massiver Qualitaetsprobleme nachgewiesen worden sind. Die Impfungen mit russischen und chinesischen Impfstoffen werden klar diskriminiert, da man eben "im Westen" als nicht geimpft gilt.paramecium hat geschrieben: 31 Aug 2021, 17:39 Warum ein temporäres Qualitätsproblem, das an einem von vielen Produktionsstandorten eines Impfstoffherstellers auftrat, zu einem Erlischen der gegebenen bedingten Zulassung führen sollte verstehe ich nicht.
Genauso ist die Herangehensweise bei Sputnik, bei dem von einem Pruefer der WHO in EINEM russischen Werk potentielle temporaere (wohl teilweise sofort beseitigt) technologische Maengel beanstandet worden sind, was eine WHO-Zulassung verzoegert hat. Obwohl wohl nie solche massiven Verunreinigungen wie bei Moderna nachgewiesen wurden. Das Ziel - Einsatz in Europa zu verhindern, ist ja auch erreicht worden.![]()
Bei der angesprochenen Sputnik-Produktionsstätte waren unter anderem Reinigungsvalidierungen nicht vorhanden. Das Enviromental Monitoring war fehlerhaft, die Chargenrückverfolgbarkeit nicht gegeben ect. Das Vorhandensein dieser Grundlagen ist aber Voraussetzung dafür, dass überhaupt Medizinprodukte produziert werden können. Die WHO konnte also kein Go geben. Denn wenn es in der Routineproduktion zu Kontaminationen wie bei Moderna kommt, was nicht passieren sollte aber immer passieren kann, ist man ohne die oben genannten Dinge (Chargenrückverfolgbarkeit, effektive validierte Reinigungsprozeduren) komplett aufgeschmissen.
Testen ist, wenn überhaupt, ab Oktober nur ein monetäres Problem für Personen die keinen Zugang zu kostenlosen Tests haben. Wenn ich ohne die richtige Impfung gar nicht einreisen darf (so zumindest der Stand vor einigen Wochen in manchen Regionen Russlands) ist das ein größeres Problem.Nikolaus hat geschrieben: 01 Sep 2021, 11:03Wovon sprichst Du? Die fehlende Anerkennung der Impfung (nicht die Zulassung der Impfstoffe) ist doch fuer die Betroffenen hoechst relevant, da man eben nicht von den staendigen Tests befreit ist, besonders jetzt, wo 2G forciert wird.paramecium hat geschrieben: 31 Aug 2021, 17:39 Letztendlich ist das Problem der fehlenden Anerkennung in der EU nicht akut, da man sich meines Wissens immer freitesten kann. In Russland ist dies meines Wissens in einigen Regionen nicht der Fall.
Re: Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V"
Sichergestellt wird doch nirgends was. Nur warum sollte der Impfstoff von Biontech/Pfizer in Rußland plötzlich nicht mehr wirksam sein? Oder warum sollte SputnikV nicht in D wirksam sein, in Ungarn aber schon?paramecium hat geschrieben: 30 Aug 2021, 20:16Wie wird denn sichergestellt, dass der jeweilige Impfstoff überhaupt irgendeine Wirkung zeigt? Es gibt bzw. gab mehr als 250 COVID-Impfstoffprojekte. Nur einer Hand voll dieser Impfstoffe sind in der EU (oder eben in Russland) zugelassen. Soll man jetzt alle Personen, die sich einen dieser nicht zugelassenen Impfstoffe/Impfstoffkandidaten hat injizieren lassen, als geimpft betrachten?L. Jasminovič hat geschrieben: 30 Aug 2021, 18:39Das ist genau der Punkt. Das Ziel dieser ganzen Regeln ist dass Menschen, die eine Immunität entwickelt haben, ihre Rechte zurückgegeben werden. Auf der anderen Seite haben wir eine Gruppe von Menschen die das gleiche Ziel erreicht haben, ihnen dieselben Rechte jedoch verweigert bleiben. Irgendwo im Grundgesetz soll stehen dass Sachverhalte, die sachlich eben gleich sind, dann auch rechtlich gleich zu behandeln sind (darauf bin ich mal in Kommentaren über Rechtsklagen über Corona Einschränkungen gestossen als ich das Thema recherchiert hatte). Nach meiner unprofessionellen Meinung könnte genau das der Argument für eine Rechtsklage sein.arghmage hat geschrieben: 27 Aug 2021, 22:11
Da wäre es mal interessant, was ein Gericht sagen würde. Es kann doch nicht sein, daß man sich mit allen möglichen Impfstoffen impfen lassen muß, um wieder in der Normalität anzukommen.
...
Medizinisch gesehen wäre es wohl freilich kein Problem, bürokratisch ist das aber wiedermal eine Katastrophe.
Was ich auch ärgerlich finde ist dass mit solchen Regeln Personen, die "unachtsam" waren, sich an die Präventionsregeln nicht gehalten haben, erkrankt sind, u.U. sogar andere Menschen angesteckt haben, und jetzt genesen sind, mehr Rechte haben als Personen, die um sich und andere zu schützen sich mit dem "falschem" Impfstoff geimpft haben. Klar, diese Aussage ist stark pauschalisiert, aber sie trifft nichtsdestotrotz zu.
Das sind rein politische Entscheidungen, und da kann man sich gegenseitig auch schön ärgern.
Wenn man aber nichtmal in der EU auf einen Nenner kommt ...
Was zum Beispiel auch schräg ist: Wenn ich in Rußland bin, an Covid erkranke und dann genesen zurückkehre ... dann gelte ich hier natürlich nicht als genesen ... habe ja keinen Nachweis, der hier anerkannt würde.
Langfristig muß sich da was tun. Denn wenn man jetzt -wie in Hamburg- mit dieser 2G-Regel anfängt ... das tötet dann irgendwann den Tourismus, da nicht EU-Touristen vielerorts nicht mehr reinkommen.
edit: wobei ... wenn ich sehe, wie hier letztens im Restaurant 3G kontrolliert wurde ... auf einem Zettel ankreuzen, ob man geimpft/genesen/getestet ist, das wars