Seite 2 von 5

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 14 Apr 2026, 19:40
von Norbert
AnuLeB hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:00Auch nicht vergessen sollte man die große Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung, welche der russischen Bevölkerung mit reichlich vielen Care Paketen und auch finanziellen Hilfen durch die schwere Zeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels geholfen hat.
Das Problem: Dennoch lebt man heute unter der von Dir als Diktatur bezeichneten Regierung besser als in den Zeiten mit den deutschen Care-Paketen. Sicher haben wir als Deutsche von Gorbatschow profitiert, aber für Russland war es ein Niedergang. Nur eine sehr kleine Minderheit in Russland wünscht sich die Zeit danach - die von uns gern als freie Demokratie idealisiert wird - zurück.

Selbst wenn ich die aktuelle russische Politik auch verurteile, so muss ich doch anerkennen, dass das Modell Gorbatschow aus Sicht des durchschnittlichen Russen völlig gescheitert ist. Niemand will von Spenden und Care-Paketen leben müssen.

Wenn sie Zusammenarbeit darauf basieren soll, dass man für Almosten Dank erwartet, kann es nicht funktionieren. Das ist in meinen Augen auch der Konstruktionsfehler der Zusammenarbeit gewesen. Die Zeiten des schwachen Russlands wurden missbraucht - Stichwort NATO-Osterweiterung -, nun zahlen wir den Preis. Und damit will ich explizit nicht sagen, dass die NATO-Osterweiterung den derzeitigen Konflikt rechtfertigt. In keiner Weise. Aber sie hat den Russen das Gefühl gegeben, dass die Schwäche ausgenutzt wurde und das führt zwangsläufig zu Gegenreaktionen, wenn die Phase der Schwäche endet.

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 14 Apr 2026, 20:25
von AnuLeB
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:40 Selbst wenn ich die aktuelle russische Politik auch verurteile, so muss ich doch anerkennen, dass das Modell Gorbatschow aus Sicht des durchschnittlichen Russen völlig gescheitert ist. Niemand will von Spenden und Care-Paketen leben müssen.
Die Russen vergessen eben, dass unter Gorbatschow, nachfolgend auch Jelzin, die Grundlagen geschaffen worden sind, welche den heutigen Russen ihr angenehmes und auskömmliches Leben ermöglichen. Dabei unterstelle ich natürlich, dass die heutigen Russen keinerlei Interesse daran hätten, in einer sozialistischen Gesellschaft mit einem kommunistischen Wirtschaftsmodell zu leben.

Spenden und Care Pakete sollen auch keine Dauerlösung sein. Sie sollen nur über die schlimmst Not helfen.
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:40 .... Die Zeiten des schwachen Russlands wurden missbraucht - Stichwort NATO-Osterweiterung -, nun zahlen wir den Preis. Und damit will ich explizit nicht sagen, dass die NATO-Osterweiterung den derzeitigen Konflikt rechtfertigt. In keiner Weise. Aber sie hat den Russen das Gefühl gegeben, dass die Schwäche ausgenutzt wurde und das führt zwangsläufig zu Gegenreaktionen, wenn die Phase der Schwäche endet.
Ich habe mich schon immer an dem Begriff NATO-Osterweiterung gestört. Dieser Begriff suggeriert, dass sich die NATO aktiv um neue Mitglieder im Osten bemüht hat. Ich denke jedoch, dass es nicht der Westen war, welcher sich Richtung Osten ausgebreitet hatte, sondern eher die ehemaligen Ostblockstaaten waren, welche sich dem Westen anschlossen.

Die Russen reden gerne davon, dass der Westen die Schwäche Russlands ausgenutzt hat, um sich Richtung Osten auszubreiten. Dabei vergessen sie gerne, dass das damals angeblich so schwache Russland, noch unter Gorbatschow, mit Panzern in die baltischen Staaten einmarschiert ist, um eine Abspaltung der Staaten zu verhindern. Die Balten reagierten besonnen, steckten in die russischen Kanonenrohre Blumen, und fingen an, die Russen aus dem Land zu singen. Natürlich half auch diplomatischer Druck aus dem Westen, um die Russen zu einem Rückzug zu überreden. Mit dem russischen Einmarsch wurde jedoch allen anderen Ostblockstaaten klar, dass sie niemals Ruhe vor den Russen haben werden, wenn sie sich nicht einem starken Bündnis anschließen. Schließlich gab es in der Vergangenheit in allen ehenaligen Ostblockstaaten Volksaufstände, welche von den Russen mit Panzern niedergewalzt worden waren. Ergo fingen dann diese Staaten an, sich für die NATO und EU zu bewerben. Heutzutage sind eben alle diese Staaten unsere Freunde und Partner, und Teil unserer Wertegemeinschaft. Selbst Ungarn hat in der letzten Parlamentswahl eindrucksvoll gezeigt, wo sie ihre Zukunft sehen.

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 14 Apr 2026, 22:27
von Jenenser
Wladimir30 hat geschrieben: 14 Apr 2026, 07:58
Wie gesagt, Jena konnte diese Verwurzelung in der Bevölkerung Wladmirs nie erreichen, und auch in Erlangen war die Partnerschaft mit Jena mehr eine Kopfgeburt.
Was haben wir, als Bevölkerung in Jena, denn uns im Jahr 1987 davon versprochen? Reisen in bisher unerreichbare Gegenden - fällt mir da so spontan ein. Bei aktiver Mitwirkung als Jugendlicher wäre ich vielleicht schon 2 Jahre vor der Grenzöffnung in den Genuss von баварское gekommen und die Städte Jena und Erlangen hätten bei irgendwelchen organisierten Empfängen die Rechnung bezahlt. Langweilig! Nach dem 9.11.1989 galt West-Berlin als gesetzt. Und danach, die große BRD? Wohin? Fahren wir doch im Dezember mit der Clique nach Erlangen, holen uns im Rathaus das Begrüßungsgeld und betteln nach einem Bett für die Nacht und was zu Essen. „Meldet Euch im Jugendgästehaus!“ - so die Empfehlung dann des Mitarbeiters im Erlanger Rathaus. Doch, wir verliefen uns. Auf der Henkestraße - kurz eine junge Frau angesprochen und sofort diese Antwort erhalten: „Ihr bleibt hier!“ Im Studentenwohnheim! Spannende Diskussionen folgten mit den Bewohnern. Da waren sogar Franzosen dabei. Der Kontakt mit allen hielt später noch eine ganze Weile…
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 13:54
Menschen, welche sich jahrelang für den Austausch engagiert haben, werden leider in die Extreme getrieben.

Die einen sind völlig enttäuscht von Russland...

Die anderen sind völlig verstört von der Dämonisierung jeglicher Beziehungen zu Russland...
AnGro hat geschrieben: 14 Apr 2026, 15:34
Beides ist oft zu beobachten, auch hier im Forum, aber hilft das irgendjemandem? Immerhin müssen wir "danach" ja auch wieder einen Weg zueinander finden....
Menschen sind halt oft sehr ungeduldig.
Das „danach“ bezieht sich doch hier auf das Ende der „Speziellen Militäroperation“?
Und die dann daraus entstandenen Ergebnisse.
Die sind aber leider heute noch nicht vorauszusehen.

Jeder, der sich damit beschäftigt, hat so seine Vorstellungen und warum sollte er diese Möglichkeit nicht nutzen:
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 18:42
... unser Forum ist ein kleiner Beitrag, dass es zumindest für einige, die den Wunsch danach haben, eine Plattform gibt. Klingt arg nach Pathos, ist aber gar nicht so gemeint. Man tut halt, was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten realistisch ist. Auch wenn es nur ein winziger Tropfen auf den gigantischen heißen Stein ist.
...
Wladimir30 hat geschrieben: 14 Apr 2026, 14:49 Von Erlanger Seite aus wurde eindeutig und unzweifelhaft gefordert, dass sich die Wladmirer politische Führung ohne Wenn und Aber von der offiziellen Position Moskaus distanzieren solle, andernfalls werde die Partnerschaft einseitig aufgekündigt. So kam es dann ja auch.
Die Städtepartnerschaft, einst von der Politik organisiert und jetzt für ihre Zwecke, ja Ziele, missbraucht!

Sehe ich ein wenig Optimismus in diesem Satz auf den Seiten der Stadt Erlangen?

„Wegen des Angriffskriegs der russischen Armee auf die Ukraine beschränken sich die Kontakte seit dem 24. Februar 2022 auf die Zivilgesellschaft und die Verbindung zum Erlangen-Haus.“

Es gab und gibt Menschen, die nutzten die „Städtepartnerschaft“ einst als Art Sprungbrett für eine Annäherung Richtung Wladimir, überhaupt nach Russland. Sie bedauern sicherlich das, wie Du schreibst, Scheitern dieser offiziellen Partnerschaft, kommen aber auch ohne das "Administrative" jetzt prima zu recht.
Wladimir30 hat geschrieben: 14 Apr 2026, 18:03
AnGro hat geschrieben: 14 Apr 2026, 15:34 Immerhin müssen wir "danach" ja auch wieder einen Weg zueinander finden.
Richtig! Und genau hier müssten die Städtepartnerschaften einspringen. Die wären per se prädestiniert dafür, diese Politik der kleinen Schritte zur Annäherung von verhärteten Positionen umzusetzen.
Schon ein paar Ideen, was „danach“ in der Gestaltung einer, dann ja neuen oder erneuerten „Städtepartnerschaft“ anders oder gleich laufen soll und muss?

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 14 Apr 2026, 22:47
von fugen
AnuLeB hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:00 Wie es "danach" weiter geht, wird einzig und alleine an Russland selber liegen. Herrscht dort weiterhin eine Diktatur, vielleicht auch nebst hybriden Angriffen auf die westliche Welt und weiteren Propagandaattacken in den offenen, westlichen Gesellschaften, wird es weiterhin eine Eiszeit geben. Selbst dann, wenn es dort sowas wie eine liberale Diktatur, oder gar demokratische Strukturen geben sollte, wird ein mögliches Miteinander mit ziemlich viel Misstrauen durchsetzt sein.

Auf gar keinem Fall vergessen ist das Russland unter Gorbatschow, welches die deutsche Wiedervereinigung ermöglicht hatte. Das heutige Russland hat nur gar nichts mehr mit dem damaligen Russland gemein.

Nicht vergessen sollte Russland, dass die Wiedervereinigung fürstlich entlohnt worden ist. Auch nicht vergessen sollte man die große Spendenbereitschaft der deutschen Bevölkerung, welche der russischen Bevölkerung mit reichlich vielen Care Paketen und auch finanziellen Hilfen durch die schwere Zeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels geholfen hat. Ich denke schon, dass die westliche, insbesondere auch die deutsche Welt, den Russen mit viel Offenherzigkeit, Spendierfreudigkeit, Gastfreundschaft und diversen Kooperationsangeboten entgegengetreten ist.

Zu guter Letzt ist dieses Verhalten von den Russen als Schwäche und Demütigung Russlands durch den Westen ausgelegt worden. Nicht nur das. Man musste mit entsetzen feststellen, dass sich in Russland sowas wie ein moderner Faschismus breitgemacht hat. Dieser führte dazu, dass Russland erwartet hat, dass deren Vorstellungen im westlichen Europa respektiert werden. Grundlage des russischen Vorgehens, ist der Anspruch Russlands, eine Weltmacht zu sein. Nur, Russland war noch nie eine Weltmacht, und wird es vorraussichtlich auch niemals sein. Dazu braucht es eben mehr, außer eine große Landmasse, exorbitant viele Atomsprengköpfe und ein großes Militär, welches offenkundig ziemlich schwach ist.
Zum Glück beteiligen sich hier keine Russen… bei dem Text gehen doch alle Leuchten an.

Von welchen Austausch redet ihr bitte?
Mal im Ernst?!
So verblendet kann man doch nicht sein, oder täusche ich mich?
Aus meinem Blickpunkt schreiben hier 90% deutsche, 5% russlanddeutsche/deutschrussen, jeder wie er mag, davon 99% männlich und bereits älter, Antworten zu kurzen Fragen bzgl Reisen und evtl Passangelegenheiten… das wars
Das ist aber kein Austausch, außer man redet es sich lange ein.

Aber hey, die Russen sehnen sich nach dem guten alten Leben unter Gorbatschow und Jelzin, so ein paar Schuhkartons mit Buntstiften und Kleidern vom DRK machen das Leben so richtig lebenswert

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 14 Apr 2026, 22:50
von fugen
AnuLeB hat geschrieben: 14 Apr 2026, 20:25
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:40 Selbst wenn ich die aktuelle russische Politik auch verurteile, so muss ich doch anerkennen, dass das Modell Gorbatschow aus Sicht des durchschnittlichen Russen völlig gescheitert ist. Niemand will von Spenden und Care-Paketen leben müssen.
Die Russen vergessen eben, dass unter Gorbatschow, nachfolgend auch Jelzin, die Grundlagen geschaffen worden sind, welche den heutigen Russen ihr angenehmes und auskömmliches Leben ermöglichen. Dabei unterstelle ich natürlich, dass die heutigen Russen keinerlei Interesse daran hätten, in einer sozialistischen Gesellschaft mit einem kommunistischen Wirtschaftsmodell zu leben.

Spenden und Care Pakete sollen auch keine Dauerlösung sein. Sie sollen nur über die schlimmst Not helfen.
Norbert hat geschrieben: 14 Apr 2026, 19:40 .... Die Zeiten des schwachen Russlands wurden missbraucht - Stichwort NATO-Osterweiterung -, nun zahlen wir den Preis. Und damit will ich explizit nicht sagen, dass die NATO-Osterweiterung den derzeitigen Konflikt rechtfertigt. In keiner Weise. Aber sie hat den Russen das Gefühl gegeben, dass die Schwäche ausgenutzt wurde und das führt zwangsläufig zu Gegenreaktionen, wenn die Phase der Schwäche endet.
Ich habe mich schon immer an dem Begriff NATO-Osterweiterung gestört. Dieser Begriff suggeriert, dass sich die NATO aktiv um neue Mitglieder im Osten bemüht hat. Ich denke jedoch, dass es nicht der Westen war, welcher sich Richtung Osten ausgebreitet hatte, sondern eher die ehemaligen Ostblockstaaten waren, welche sich dem Westen anschlossen.

Die Russen reden gerne davon, dass der Westen die Schwäche Russlands ausgenutzt hat, um sich Richtung Osten auszubreiten. Dabei vergessen sie gerne, dass das damals angeblich so schwache Russland, noch unter Gorbatschow, mit Panzern in die baltischen Staaten einmarschiert ist, um eine Abspaltung der Staaten zu verhindern. Die Balten reagierten besonnen, steckten in die russischen Kanonenrohre Blumen, und fingen an, die Russen aus dem Land zu singen. Natürlich half auch diplomatischer Druck aus dem Westen, um die Russen zu einem Rückzug zu überreden. Mit dem russischen Einmarsch wurde jedoch allen anderen Ostblockstaaten klar, dass sie niemals Ruhe vor den Russen haben werden, wenn sie sich nicht einem starken Bündnis anschließen. Schließlich gab es in der Vergangenheit in allen ehenaligen Ostblockstaaten Volksaufstände, welche von den Russen mit Panzern niedergewalzt worden waren. Ergo fingen dann diese Staaten an, sich für die NATO und EU zu bewerben. Heutzutage sind eben alle diese Staaten unsere Freunde und Partner, und Teil unserer Wertegemeinschaft. Selbst Ungarn hat in der letzten Parlamentswahl eindrucksvoll gezeigt, wo sie ihre Zukunft sehen.
Wie alt bist du, wenn ich mal so fragen darf?

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 15 Apr 2026, 00:34
von Norbert
fugen hat geschrieben: 14 Apr 2026, 22:47 Von welchen Austausch redet ihr bitte?
Mal im Ernst?!
Bleiben wir doch ganz einfach mal bei den drei Personen, die sich für den Erhalt des Forums bemühen. Alle drei Deutsche, mit sehr sehr unterschiedlichen Meinungen. Oder, wenn es losgelöst davon sein soll, die Diskussionen von kamensky mit Axel Henrich. Ja, auch alles Deutsche, aber immerhin ein Austausch der zwei gegensätzlichen Meinungen. Hört man sich dabei wirklich zu? Wahrscheinlich selten. Ich schätze den Austausch dennoch, weil er mir Gedankenanregungen gibt, die ich dann in Russland und Deutschland weitertrage.

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 15 Apr 2026, 00:39
von Norbert
AnuLeB hat geschrieben: 14 Apr 2026, 20:25Ich habe mich schon immer an dem Begriff NATO-Osterweiterung gestört. Dieser Begriff suggeriert, dass sich die NATO aktiv um neue Mitglieder im Osten bemüht hat. Ich denke jedoch, dass es nicht der Westen war, welcher sich Richtung Osten ausgebreitet hatte, sondern eher die ehemaligen Ostblockstaaten waren, welche sich dem Westen anschlossen.
Das ist auch in meinen Augen so.

Aber man muss nicht auf jede Bitte eingehen. Nur weil ich spüre, es könnte mit einer Person etwas laufen, betrüge ich doch auch nicht meine Frau. Und wenn ich es doch mache, obwohl wir uns etwas anderes versprochen haben, dann sollte ich mich nicht über die nicht mehr rationalen Reaktionen wundern.

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 15 Apr 2026, 01:22
von fugen
Norbert hat geschrieben: 15 Apr 2026, 00:34
fugen hat geschrieben: 14 Apr 2026, 22:47 Von welchen Austausch redet ihr bitte?
Mal im Ernst?!
Bleiben wir doch ganz einfach mal bei den drei Personen, die sich für den Erhalt des Forums bemühen. Alle drei Deutsche, mit sehr sehr unterschiedlichen Meinungen. Oder, wenn es losgelöst davon sein soll, die Diskussionen von kamensky mit Axel Henrich. Ja, auch alles Deutsche, aber immerhin ein Austausch der zwei gegensätzlichen Meinungen. Hört man sich dabei wirklich zu? Wahrscheinlich selten. Ich schätze den Austausch dennoch, weil er mir Gedankenanregungen gibt, die ich dann in Russland und Deutschland weitertrage.
Norbert, ich lese hier auch schon lange mit und schreibe auch ab und an mal was trotzdem sehe ich es nicht wirklich als Austausch.
Unser all Positionen sind mehr oder weniger vom gleichen Standpunkt aus.
Hier hat doch keiner wirklichen Zugang, stark vereinfacht ausgedrückt, zu dem durchschnittlichen russischen Staatsbürger über einen längeren Zeitraum.
Die Jungs aus NN, Wladimir und Saransk wohl noch am meisten und doch sind die auf einem anderen Planeten.

Ich möchte es nicht als Kritik verstanden haben, um es ganz deutlich auszudrücken.

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 15 Apr 2026, 01:33
von fugen
Norbert hat geschrieben: 15 Apr 2026, 00:39
AnuLeB hat geschrieben: 14 Apr 2026, 20:25Ich habe mich schon immer an dem Begriff NATO-Osterweiterung gestört. Dieser Begriff suggeriert, dass sich die NATO aktiv um neue Mitglieder im Osten bemüht hat. Ich denke jedoch, dass es nicht der Westen war, welcher sich Richtung Osten ausgebreitet hatte, sondern eher die ehemaligen Ostblockstaaten waren, welche sich dem Westen anschlossen.
Das ist auch in meinen Augen so.

Aber man muss nicht auf jede Bitte eingehen. Nur weil ich spüre, es könnte mit einer Person etwas laufen, betrüge ich doch auch nicht meine Frau. Und wenn ich es doch mache, obwohl wir uns etwas anderes versprochen haben, dann sollte ich mich nicht über die nicht mehr rationalen Reaktionen wundern.
Zum Glück ist ja schon ein wenig bekannt über die Herangehensweise der Guten.

So ein wenig demokratische Nachhilfe hat noch keinem geschadet, zumindest nicht dem der die Hilfe hat anderen zukommen lassen

Re: Städtepartnerschaften Deutschland-Russland

Verfasst: 15 Apr 2026, 06:40
von AnuLeB
fugen hat geschrieben: 14 Apr 2026, 22:50

Wie alt bist du, wenn ich mal so fragen darf?
Alterstechnisch passe ich in das Bild, welches du dir von der Community gemacht hast: Ich bin 64, und stehe kurz vor der Rente.